2019 - der beste Sauvignon Blanc der Welt

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Der Startpunkt

Anlässlich unserer Petersilienhochzeit habe ich für jedes Jahr einen Wein für die ultimative 12,5 Jahresrückschau zusammengestellt. Der Vertreter von 2018 war der Sauvignon Blanc von Oliver Zeter. Der Wein hat mich so beeindruckt, dass die Idee geboren war, eine Weltmeisterschaft zu dem Thema aufzusetzen. 

Teilnehmende Länder

Neben Deutschland waren auf jeden Fall Frankreich, Neuseeland und Südafrika gesetzt. Von  jedem der Länder habe ich eine Reihe von Sauvignon Blancs bestellt. Ausserdem hatte ich noch einzelne Weine aus Italien, Spanien und Chile in den Wettbewerb eingebunden. 

Das Halbfinale

Nachdem wir in der ersten Runde etwas über dreissig Weine getestet hatten, sind 10 Weine aus drei Ländern im  Halbfinale:

  1. Faubel - 2018 - Deutschland
  2. Von Winnig - 2017 - Deutschland
  3. Walking Bird  - 2018 - NZ
  4. Tahuna - 2018 - NZ
  5. The Ned - 2017 - NZ
  6. Swan Flight - 2018 - nZ
  7. Altima-Rupert - Südafrika (aktuell schwer zu bekommen)
  8. Cloudy Bay - NZ
  9. Oliver Zeter - 2018 - Deutschland
  10. Doringbay - 2017 - Südafrika


Obwohl es nach einer Neuseländischen Dominanz aussah, sind die ersten Tests wie folgt ausgegangen:

  1. Faubel setzt sich gegen den Walking Bird durch (und einen weiteren Franzosen, den ich noch gefunden hatte)
  2. Oliver Zeter setzt sich gegen den Swan Flight und einen weiteren Südafrikaner durch.
  3.  Tahuna Reserva (als Ersatz für den Altima Rupert) setzt sich gegen den "normalen" Tahuna und The Ned durch  
  4. Der Von Winnig Sauvignon Blanc 1 setzte sich gegen den Top Favoriten Cloudy Bay durch.


Das Finale - Die Entscheidung ist gefallen

Der Kreis schliesst sich…

Manchmal ist kommt man am Ende eines Weges an und man hat das Gefühl, dass sich der Kreis schliesst und das Ergebnis sich eigentlich bereits von Anfang an abgezeichnet hat: Zu unserer Petersilienhochzeit Anfang diesen Jahres hatten Katharina und ich die Idee, zu jedem der 12 Jahre unseren Gästen einen Wein mit dem passenden Jahrgang anzubieten. Allerdings gab es eine kleine Lücke im Jahr 2018, die ich mit einer Bestellung bei vicampo schliessen wollte. 

Einer der wenigen Weine von 2018 der damals schon im Angebot war, war der Sauvignon Blanc von Oliver Zeter aus Neustadt. Das schöne Etikett mit dem Bären, die interessante Beschreibung und der zeitliche Druck der anstehenden Feier beschleunigten den Bestellprozess. 

Und das beste war, der Wein mit seinem erfrischenden Geschmack war ein echtes Highlight und es kam an dem Abend die Frage auf, ob es eventuell deutsche Sauvignon Blanc gibt, die mit den besten aus Neuseeland und Südafrika mithalten können. Vor allem mit dem H einen Gewinner geben kann und der Preis nach Neustadt in die Pfalz gehen muss. intergrund, dass 2018 doch ein erstklassiges Jahr für den deutschen Wein war. Die Idee der Sauvignon Blanc WM war geboren und im Laufe des Jahres haben wir etwas über dreissig Weine aus allen Herren Länder probiert.

Als ich dann gestern Abend die Flaschen für den finalen Test geöffnet habe und den Wein mit dem markanten Bärenetikett in der Hand hatte, kam mir der Gedanke, dass es jetzt eigentlich nur einen passenden Gewinner geben kann.

Die Finalisten

Bereits beim Eingießen gab es die ersten Unterschiede zwischen den Weinen: Der Sauvignon Blanc von Faubel zeichnete sich durch eine besonders kräftige Farbe aus und separierte sich schon deutlich von seinen drei Konkurrenten.

Der Von Winnig, der sich am vergangenen Wochenende überraschend gegen den Cloudy Bay durchgesetzt hat, war von der Farbe eher im Durchschnitt, Geschmack und Aroma dafür deutlich markanter. Markant aber nicht so beliebt, und diesmal reichte es nur für den vierten Platz - und ich glaube das die Holzfässer aus der Loire diese Woche zum Verhängnis geworden sind. Jedem der diesen Geschmack gerne mag, würde ich den Wein aber jederzeit empfehlen.

Erstaunlich zurückhaltend präsentierte sich der Tahuna Reserva. In dem direkten Vergleich mit der neuseeländischen Konkurrenz besonders stark in Aroma und Geschmack, war er gestern nicht besonders wahrzunehmen. Daher nur der dritte Platz. Das Neuseeland nur mit der Bronzemedaille nach Hause geht, hatte ich wie schon gesagt, nicht erwartet.

Also ging es nur noch darum, ob „Orange“ oder „Grün“ gewinnt… Zeter oder Faubel. 13 Minuten mit dem Auto auseinander… Bei Neustadt liegt der Sauvignon Blanc Olymp der Welt.

Die Entscheidung

Im Endeffekt war es eine knappe Entscheidung - und Katharina hat zurecht darauf hingewiesen, dass wir im August wahrscheinlich anders entschieden hätten. Aber jetzt, im November, hat sich der etwas kräftigere Geschmack des Weines von Faubel gegen die spritzige frische des Weines von Oliver Zeter durchgesetzt. Die Kombination aus Zitrus- und Stachelbeerfrucht (eventuell auch schwarze Johannisbeere, wenn man das bei einem Weisswein sagen darf), das richtige Maß an Säure… ein wahrer Champion. 

Dabei gilt es zu beachten, dass der Wein im Test der Sauvignon Blanc vom weissen Lösgestein ist, und nicht die Maikammer Edition… und leider aktuell schon ausverkauft ist, bei vicampo. Für das nächste Jahr ist er aber wieder direkt auf die Einkaufsliste gewandert.

Der Wein mit dem Bärenetikett also nur zweiter, oder eben Platz 1.1., vielleicht sogar der Augustweltmeister. Alles in allem aber eine der Weisswein Entdeckungen für 2019 und definitiv ein Ausflugsziel für einen der nächsten Aufenthalte bei meinen Eltern in Rastatt.

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